Es gibt zu dieser Diplomarbeit aus 2006 viel zu erzählen, aber vielleicht erst mal ansehen.
Es ist sehr empfehlenswert, die Diplomarbeit auf einem Bildschirm zu erforschen, im Vollbild (dafür gibt es unter in der Mitte einen Knopf). Ein Tablet ist auch OK, auf einem Smartphone benötigt man einen Stift. Das Layout ist eben etwas älter. Bei einem Tablet das Querformat nutzen.
Allgemein: wenn der Cursor sich zu einer Hand ändert, gibt es etwas zu sehen.
Wichtiger Hinweis zur Navigation: Es gibt auf jeder Ebene einen Button der zurück führt. Manchmal ist der Button etwas versteckt, das soll so sein. Der Button kann aussehen, wie das Planblatt, manchmal anders. An selbsterklärenden Ebenen genügt auch ein Klick auf ein Foto, um zurück zu kommen. Die Panoramen des Entwurfs sind etwas versteckt: man erreicht sie über das Luftbild und den nochmaligen Klick im neuen Fenster… und sie sind teils etwas „bauchig“, also der Horizont verzerrt. Das konnte ich da nicht besser.

Die Diplomarbeit stammt aus 2006, also inzwischen 20 Jahre alt. „Damals“ war vieles im CAD noch nicht sehr weit entwickelt. Visualisierung war angeschoben, es gab spezielle Zusatzprogramme, in welchen man die Daten aus dem CAD einlesen und weiter verarbeiten konnte. Sehr neu war die Möglichkeit Kugelpanoramen aus dem Programm heraus zu erzeugen. Kugelpanoramen vermitteln ein weit besseres Gefühl dafür, wie ein geplantes Gebäude an Ort und Stelle wirkt. Gerade in einem bestehenden Ensemble kann dies eine wertvolle Hilfe sein.
Aus dem CAD-Programm Nemetschek heraus, konnte man den Planstand an Cinema-4D (C4D) übergeben.
Die Diplamarbeit verlangt regelmäßig nach einem physischen Arbeitsmodell. Hier, in einem Einsetzmodell, kann der Entwurf im Umfeld (welches ja gleich bleibt) immer wieder neu überprüft werden.
Ich wollte das anders machen: Das Arbeitsmodell war im Rechner gespeichert und der Entwurf in einigen Varianten hier betrachtbar. Als Kugelpanorama vermittelte der noch unfertige Entwurf einen starken Hinweis darauf, ob es die richtige Variante war. Der Aufgabensteller, Prof. Hense an der FH-Eckernförde, war sehr skeptisch, aber nach kurzer Zeit überzeugter Nutzer des Modells am Bildschirm.
Es war die erste Diplomarbeit an der FH-Eckernförde, die ohne physisches Arbeitsmodell abgegeben und bewertet wurde. Im Jahr 2006 war ich dann endlich Architekt.
Tatsächlich war die Arbeit am 3D-Modell extrem aufwendig. Allein die umgebende Bebauung dort hinein zu bekommen, war ein Thema, eine auszubildende Bauzeichnerin hat mir dabei sehr geholfen.
Die Arbeit am Entwurf war leicht von der Hand gegangen, inzwischen war Nemetschek-Allplan für mich in der Handhabung wie ein Bleistift (geworden), nachdenken wie das umgesetzt werden konnte, wie ich es mir vorstellte, brauchte ich nicht mehr.
Die Zusammenstellung für das Layout war dann wieder Pionierarbeit, die eingesetzten Programme waren Exoten. Eines war in den USA entwickelt worden und stürzte sofort ab, wenn ein german Umlaut in der Nähe weilte.
Ursprünglich war die Diplomarbeit in Quicktime als Layout zusammengestellt worden (mit VR-SceneWorx). Das war eine einzige große mov-Datei, zur Abgabe auf eine CD gebrannt. Internet ging damit nicht, weil die Datei sehr groß ist und erst in einem Stück heruntergeladen werden musste.
Gerne wollte ich die Arbeit im Internet zugänglich machen, also alles umbauen und 2014 war die zweite Version fertig. Kurze Zeit später hat die Firma Adobe den Flash-Player eingestellt, die Version für das Internet war so auch nicht mehr nutzbar. Nun gibt es die dritte Version und das Internet hält jetzt bitte länger… An der grundsätzlichen Bedienung und dem Aufbau der Diplomarbeit habe ich nichts geändert. In der neuen Version sollten die Ladezeiten recht kurz sein, bis auf das Filmchen in der Ecke rechts unten.
